Durchhänger am Aletschpanorama-Weg

Gemütlicher Beginn auf der Belalp

Wir fahren mit der Bergbahn ab Blatten bei Naters zur Belalp an diesem Morgen. Noch stehen die Wolken am Himmel und mildern die heissen Temperaturen. Es hat in diesem Corona-Sommer auch hier wenig Leute. Wir waren vor einigen Jahren schon einmal hier und sind aufs Sparrhorn gestiegen.

Heute geht es jedoch auf den Aletsch Panoramaweg, der vom Aletschbord zur Hängebrücke führt, dann durch den Aletschwald mit 100jährigen Arven bis zur Riederfurka. Dann mit der Bahn herunter nach Mörel. Doch zuerst gehen wir Richtung Hotel Belalp, wo wir erstmals (und von nun an fast ständig) auf den unteren Aletschgletscher blicken.

Die Belalp hat noch immer Charme, oder wieder?
Blick nach Naters und Brig
Guten Morgen Aletsch!

Vor dem Aufstieg kommt der Abstieg

Dieser Panoramaweg steht ein wenig auf dem Kopf. Denn zuerst kommt der lange Abstieg zur Hängebrücke. So haben wir natürlich permanent beste Aussichten auf den Gletscher und die Natur. Die ersten Munggen pfeifen schon fröhlich aus den kargen Wiesen, als die Sonne am Himmel durchbricht.

Wie eine Kulisse aus "Der Hobbit"
Der Gletscher ist arg geschrumpft
Rückblick auf unseren Startpunkt

Und dann ist die Brücke da

Obschon die Hängebrücke Aletsch 124 Meter lang über die Massaschlucht führt, sehen wir sie erst spät. In dieser imposanten Landschaft mit ihrer gewaltigen Schlucht wirkt sie schier verloren und klein. Bei ihrer Errichtung war der Gletscher sicher näher und besser zu erkennen. Heute ist er nur ein schwarzer Schuttpunkt in der Ferne.

Die Brücke hat dadurch sicher an Attraktivität verloren und so sind wir zunächst alleine hier. Erst einige Zeit später kommen weitere Wanderer hinzu. Und da ist er, der Durchhänger…mitten auf der Brücke rauscht das Wasser unter den Füssen vorbei, doch der Gletscher ist nicht da. Doch es lohnt sich dennoch.

Die Hängebrücke, die berühmte
2013 war hier noch mehr Gletscher
Schon imposant, was hier gebaut wurde in die Natur

Besonderer Tourenmoment - mitten auf der Brücke

Und hoch zur Riederalp

Wir verlassen die Brücke und steigen zum Grünsee auf. Friedlich liegt er in einem Naturschutzgebiet und kann nur an wenigen Stellen betreten werden. Das Panorama rund um de See ist herrlich und Pausenstellen laden zum verweilen ein.

Es geht nun durch den Aletschwald und überall stehen Arven, teils über 100 Jahre alt. Der Duft ihrer Öle liegt in der Luft und dann und wann findet sich auch ein Arvenzapfen. Ein wenig von dem Harz auf die Finger und dann warmreiben ergibt diesen einmaligen Geruch der Arve.

Im Wald gibt es eine Umleitung aufgrund Felssturz. Diese führt ebenfalls zur Riederfurka und von dort im Abstieg zur Riederalp. Hier nehmen wir die Bergbahn nach Mörel, um dann mit dem Zug zurück nach Brig zu fahren.

Am Grünsee ist es friedlich
Blick zum Geisshorn
Auf dem Weg nach MörelAuf dem Weg von der Riederalp nach Mörel