Alpenpanorama-Weg, Etappe 09

Von Einsiedeln zum Ägeriried

Es regnet, doch ich möchte unbedingt raus. Ist ja am Ende alles nur eine Frage der richtigen Bekleidung und der Motivation. Also auf nach Einsiedeln und die neunte Etappe des Alpenpanoramawegs gehen. Am Ende hänge ich gleich noch die nächste Etappe dran, doch die bekommt einen eigenen Bericht.

In Einsiedeln hat es nur Regen, keinen Schnee. Schon merkwürdig Anfang März keinen Schnee hier zu sehen. Aber so ist wohl die Zeit. Klimaerwärmung oder nicht, das hier ist kein Blog für solche Diskussionen und meine Meinung daher nicht wichtig. Hier geht es ums Wandern.

Ich stapfe durch Matsch und Regen und eine rechte Freude kommt noch nicht auf. Doch der Wetterbericht verspricht zumindest Besserung.

Der Bahnhof Einsiedeln im Regen
Hier springt niemand, denn Schnee fehlt
Ich lasse Einsiedeln hinter mir zurück, in der Ferne Schnee in den Bergen

Weiter nach St. Jost

Ab Altmatt wird der Regen nochmals stärker, doch dank Regenhut, Jacke und Co. bleibe ich trocken und motiviert. Doch auch hier hat es keinen Schnee. Normalerweise ist hier eine Loipe für die Freunde der langen dünnen Ski. Doch hier ist nichts ausser dem Ägeriried in all seiner Bräunlichkeit.

Den ersten Schnee treffe ich in Form von Eis auf dem Weg bei St. Jost. Doch das sind auch nur wenige Meter. So ziehe ich weiter Richtung Raten und bestaune die schneebedeckten Berge des Glarner und Schwyzer  Panoramas. Passt ja auch zum Namen des Wanderweges.

Auch das Ägeriried ist schneefrei
Im Ägeriried sind etliche kleine Wasserstrassen
Auf der Anhöhe bei St. Jost

Raten bis Mangelhöhe

Der Regen stellt ab und sofort fällt mir die Wanderung einfacher. Zumal es hier bei Raten eh über einfachste Wege bester Ausbauqualität geht. Manchmal bin ich mit der Wegführung nicht glücklich, doch sie ist für mich verständlich.

Das Panorama wird hier wieder richtig gut und bis zur Rigi geht der Blick. Doch unterhalb der Berge nach wie vor kein Schnee. Ein kurioser Winter ist dies, wo ich mehr wandere als mit Schneeschuhen laufe. 

Ich folge dem Wanderweg bis zur Mangelhöhe und weiter durch den Wald immer Richtung Unterägeri. Durch den vorherigen Regen ist es ziemlich anstrengend, da überall der Boden weich und matschig ist.

Erstmals fällt der Blick gen Rigi
Von Raten sieht man heute nur schwach zu den Bergen
Blick in die Glarner Alpen mit starker Bewölkung kann auch spannend sein

Abstieg nach Unterägeri

Bald rückt der Ägerisee in mein Sichtfeld und der  Himmel wird immer heller. Klar, die Wolken bleiben, aber die Stimmung ist gut. Und so kann ich meinen Blick wie meine Gedanken schweifen lassen. Die Rigi gibt mir schon einen Ausblick auf die weiteren Etappen und im Rückblick zu den Glarner Alpen denke ich die Via Glaralpina, die ich diesen Sommer gehen mag.

Ich steige hinunter nach Unterägeri wo gerade die Fasnacht tobt. Das Städtchen ist voller Menschen und so entscheide ich fluchtartig noch Etappe 10 zu gehen und gleich bis auf Zug zu wandern.

Blick zu den Glarner Alpen
Ägerisee mit Rigi
Der Ägerisee