Fronalpstock und Freunde

Start beim Naturfreundehaus Fronalp

Es ist an der Zeit die Schiltgruppe abzuschliessen. Dazu fehlt mir vor allem noch der Fronalpstock und seine kleinen Nachbarn der Färistock und das Heustöckli. Und wenn ich schon dabei bin, nehme ich noch geschwind den Schwarzchopf mit. Zu diesem gibt es bei hikr.org nur einen Eintrag. Zeit also mal zu schauen, was da los ist.

Ich starte eher spät gegen 8 Uhr am Berggasthof Fronalpstock und laufe via Naturfreundhaus Fronalp über den markierten Wanderweg Richtung Fronalp. Ich bin nicht der Einzige mit diesem Ziel heute, aber ich hab Dampf in den Haxen und kann so schnell Strecke machen.

Bald schon erreiche ich Mittler Stafel, der Weg fliegt nur so dahin. Ehe ich mich versehe bin ich bei Ober Stafel, als mich die Sonne sanft begrüsst. Herrlich. Immer wenn ich in die Berge gehe, merke ich wie sehr mir dies gut tut.

Guten Morgen Glärnisch, ich bin es mal wieder. Bald schon sehen wir uns auf dem Vorder Glärnisch
Noch einmal Guten Morgen in Richtung Tödi. Diese Jahr wird es wohl mit uns nichts mehr

Auf den Fronalpstock

Nun zweige ich Richtung Fronalpstock und auf den Alpinwanderweg ab. Dieser ist über weite Teile nur ein Bergwanderweg. Aber an manchen Stellen ist es steil und es kommt ja noch der wunderbare Kamin. Dieser ist bestens versichert und stellt kein Hindernis dar.

Nach 1:13 Stunden stehe ich auf dem Gipfel und habe diesen für fast 15 Minuten alleine in Beschlag. Dann rücken die anderen 4 Wanderer an, die ich überholt habe. Wir unterhalten uns sehr fein und so entstehen auch noch ein paar Bilder vom Bergburschen. Normalerweise gibt es ja eher nur Selfies.

Und dann haben wir noch das unverschämte Glück das uns die Tante Ju (Junkers Ju 52) anfliegt. Als der Pilot uns auf dem Gipfel entdeckt, schwenkt er genau darüber und wir bekommen geniale Ansichten und Fotos. Es ist immer wieder erstaunlich wie langsam dieses Flugzeug fliegt.

Blick Richtung Glärnisch und Klöntal
Blick Richtung Linthebene
Das Gipfelkreuz des Fronalpstock

Weiter zum Schwarzchopf

Der Abstieg geht fix und problemlos, es hat nur wenig Gegenverkehr. Ich steige zurück zum Fronalppass und wähle nun den Wanderweg in Richtung dem Schwarzchopf. Dieser scheint nicht allzu oft begangen zu werden, denn die Zeichen sind alt und der Weg wuchert langsam aber sicher zu.

Ich folge dem Weg bis ich eine geeignete Stelle für den weglosen Aufstieg finde. Hier gilt es, die beste Linie zu finden. Die Schwierigkeit besteht aus Blockschutt und steilem Gras. Je nach Wahl der Route T3 bis T5. Aber es ist nicht schwierig und mit ein wenig Umsicht leicht zu meistern.

 Der Gipfel wird durch einen Steinmann markiert und liegt etwas unterhalb des höchsten Punkts. Von hier geniesse ich die Aussicht auf den Mürtschenstock und habe auch interessante Ausblicke in die Charenlandschaft und zurück zum Fronalptstock.

Der Schwarzchopf vom Wanderweg aus gesehen. Grad voraus gilt es einen Weg zu finden
Der Blick zum Fronalpstock. Eben noch oben scheint er jetzt meilenweit entfernt
Der Fronalpstock bleibt der dominante Berg der Tour

Durch die Charen zum Färistock

Prinzipiell könnte ich nun durch die Charen weiterziehen, aber ich entscheide mich für den Rückweg über den Hinweg. Das ist zwar langweilig, aber für meine weiteren Gipfelziele hilfreich.

Noch vor Erreichen des Fronalppasses steige ich weglos Richtung Färistock. Das spart einige langweilige Wandermeter und macht sogar Freude. Ich erreiche gleich den Einstieg zum Grat auf den Färistock. Dieser ist unschwer und hat eine Wegspur, der ich nur folgen brauche.

Vom Färistock steige ich zunächst ein Stück über den weiteren Grat ab, bevor ich nach links einquere. Von oben erkenne ich leicht eine gute Linie und so komme ich zügig durch die Flanke herunter und peile direkt auf das Heustöckli.

Am Startpunkt des Grates. Ein einfacher, nicht wirklich ausgesetzter und wanderbarer Grasgrat
Der Grat im weiteren Verlauf. Es bleibt unschwierig und ich folge einfach dem Trampelpfad hinauf

Zum Schluss noch aufs Heustöckli

Der Aufstieg hier ist einfach und erneut folge ich einer Wegspur bis zum Gipfel. Aussicht hat es dank der Bewaldung nur wenig. Also nichts wie herunter und über den Wanderweg zurück zur Alp Mittler Stafel und von dort wieder zum Ausgangspunkt.

Alleine ist dieser Berg wohl nie. Eine sehr beliebte Tour, jedoch sobald man abseits vom Fronalpstock selbst ist, hat man seine Ruhe.

Blick auf das Heustöckli, dem letzten Tagesziel vor dem Abstieg
Rückblick zum Färistock. Irgendwo dort bin ich runter, es sieht von hier schlimmer aus als es ist
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on email