Wir könnten ja nach

Es ist an der Zeit

Neuseeland, Traum für viele Reisende. So auch für Sabine und mich. Doch wer 18’000 Kilometer Anreise auf sich nimmt, mag nicht nur 2 Wochen bleiben. Zumal das Land so viel zu bieten hat. Also schiebt man die Idee lange vor sich her, bis sie so sehr im Kopf nagt, dass man es einfach machen will. Egal wie. 

Und so haben wir Anfang 2017 bereits Pläne geschmiedet, z.B. kündigen. Und mit 6 Monaten Kündigungszeit in meinem Job, mit dem ich ohnehin nicht mehr überglücklich war, ist das mit langer Vorlaufzeit versehen. 

Dennoch können wir die Reise somit sehr früh buchen. Das beschert uns sehr günstige Preise für Flug und Campervan. Jawohl, Campervan. Freiheit pur. Wir buchen also 4 Wochen, denn irgendwie kann ich mich nicht für länger durchringen.

Bei der Planung

Wir haben ungefähr ein Dutzend Reiseführer, unzählige Webseiten und noch mehr Tipps erhalten. Irgendwann helfen nur noch Post-It Notizen.

Das Durchringen kommt dann erst später, leider. Nachdem sich abzeichnet, dass ich auch beruflich wieder gut durchstarte nach der Kündigung auf Dezember 2017. Ich gründe kurzerhand meine eigene Firma und bekomme gleich gute Aufträge. Also verlängern, die Ferien.

Mittlerweile hat auch Sabine für 2018 neue Pläne. Wow, hätte ich nicht gedacht. Und so wird Neuseeland die Wende in unserem bisherigen Leben aus Marketing und ICT-Projektmanagment.

Also ab für 7 Wochen nach Neuseeland. Jetzt wird richtig Ferien gemacht. Wir buchen den Rückflug um, das tut finanziell schon weh. Den Campervan ersparen wir uns umzubuchen, er soll nun das Dreifache kosten. Also nehmen wir für die zusätzlichen Wochen einen Mietwagen.

So ein paar Sachen gelernt

Flug - Umbuchungen

Natürlich weiss man es. Doch denkt man nicht daran. Flüge umzubuchen ist lukrativ für die Airlines. Und so hat es uns halt auch erwischt. Die Umbuchung des Rückfluges hat uns 50% des Gesamtflugpreises gekostet...pro Person.
Ein Upgrade auf die Business-Class hätte kaum mehr gekostet.

Klar sind wir immer noch sehr günstig geflogen,doch für die Umbuchung könnte man in Neuseeland einen Helikopterflug über die Gletscher machen, na ja fast.

Campervan - Umbuchungen

Auch das hätten wir uns denken können. Haben wir aber nicht. Als wir den Campervan verlängern wollen, sollen wir den tagesaktuellen Preis nicht nur für die extra Zeit zahlen, sondern die komplette Zeit. Das würde den Preis verdreifachen. Wow, heftig.

Aber klar, wir sind zur Hauptreisezeit unterwegs. Also nehmen wir schmerzlich in Kauf, den Campervan in Christchurch zu holen und am 27.01. in Auckland abzugeben (so war der ursprüngliche Rückflug geplant), um dort den Mietwagen zu holen. the price to pay for being a bit stupid.

Great Walks Buchungen

Es ist allgemein bekannt, dass bestimmte Great Walks frühzeitig gebucht werden müssen, z.B. der Milford Track oder der Redburn Track. Das wir aber schon über 1 Jahr im vorraus die exakten Termine wissen sollten, um zu buchen war uns neu. Doch teils hat es mittlerweile derartige Vorlaufzeiten. Ein Wahnsinn, aber nicht mit uns.

Denn zum Glück ist Neuseeland gross und bietet jede Menge geniale Tracks, die eben keine Great Walks sind. Und genau diese werden wir auch gehen. Vorbuchung? Nicht erforderlich. Zelten neben dem Track? Erlaubt.

Manch ein erfahrener Weltenbummler möge uns nun planerisches Ungeschick und Naivität vorwerfen. Mag sein, aber wir hatten unseren Spass und sind bester Dinge. 

Ehrlich gesagt sind wir froh manche „Superdupermegahighlights“ nicht auf der Agenda haben zu müssen. Stattdessen haben wir Freiheit gewonnen.

Und die wollen wir nutzen. Da hindert es uns auch nicht, dass wir später in den AGB im Kleinstgedruckten lesen, dass wir mit dem Campervan nur auf asphaltierten Strassen fahren dürfen. Und noch tausend andere Dinge. Jetzt kann man sich sorgen und stressen…oder das einfach vergessen und sich auf das Kommende freuen.

Die lieben Reiseführer

Wir hatten sehr viele davon. Irgendwie reicht das Web doch nicht aus. Am Ende aber waren zwei Führer fast ausreichend.

Auf jeden Fall gibt es genug Stolpersteine bei so einer Unternehmung. 99% davon liegen jedoch vor der eigentlichen Reise und sind im nachhinein nur witzige Steinchen, die überhaupt nicht stören.

Am Ende kommen wir mit einigen Tagen intensiven Lesens und Planen aus, um eine grobe Routen festzulegen und einige „Must-Do“ Sachen zu identifizieren. Und es bleibt genug Spielraum für das, was Reisen ausmacht: Magische Momente, die nicht durch Planung, sondern Erleben entstehen.

Ganz nach meinem Motto: Verwandle Träume in Erlebnisse. Das ist der grösste Schatz, den Du je Dein eigen nennen kannst.

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