Piz Beverin

Start in Mathon

Die Route ist an sich gut markiert (weiss-rot-weiss) und ich würde ihr eine T3 geben. Bei tauendem Schnee geht sicher auch eine T3+. So war es denn auch heute. Teils recht schlammig, teils ein wenig rutschig, aber niemals schwer. Ich folge weitestgehend dem Wanderweg. Auf 2442 Meter erreiche ich die Alp Nursin und stehe nun vor der Qual der Wahl: Entweder weiter über die Beverinlücke oder eben über den Beverin Pintg mit der Leiter.

Ich entscheide mich für die Leiter und so geht es zunächst weiter über recht steiles Grasgelände. Zwischendrin hat es ein wenig Fels zur Abwechslung, aber absolut einfach zu begehen. Am Ende des Grases wartet die Leiter mit ca. 10 Metern Höhe. Ziemlich unschwierig, aber immer wieder ein beliebtes Fotomotiv. Nach der Leiter geht es über Kalkgeröll recht fix zum Gipfel hinauf.

Die Morgenstimmung ist speziell und sehr schön anzusehen
Bald schon zeigt sich das Tagesziel, der Piz Beverin
Die Weite der Landschaft ist eindrücklich berauschend

Auf dem Piz Beverin

Oben ist oben und das sind genau 2997.5 Meter, wir runden grosszügig auf 2998 Meter. Das ist ja echt doof. 2 Meter fehlen zum Dreitausender und wenn Du dann noch so ein abgesägter Meter wie ich bist (mit schlappen 1,73 Meter) recht selbst auf die Zehen stellen nicht, um den Kopf auf 3000 Meter zu heben.
Zum Glück gibt es kein Gipfelkreuz, sondern ein Steinmännli. Das sichert Dir die letzten 2 Meter und schon kannst Du einen 3000er in Deinem Gipfelbuch vermerken!

Ich geniesse die Rundsicht, eine bessere findet sich so schnell keine im Bündnerland, schon gar nicht per T3. Schau Dich um, fast alle Bündner Gipfel lächeln Dich an!
Trag Dich noch fix ins Gipfelbuch ein, pack den Gipfelschmaus aus und geniesse einfach die Zeit, die Ruhe und den Ausblick.

Ich folge dem Weg zur Beverin-Pintg. Am Ende des Grases wartet eine Leiter
Geniale Tiefblicke bieten sich in alle Richtungen
Und natürlich kommt die Aussicht nicht zu kurz

Rückweg via Beverin Lücke

Der Abstieg geht fix und problemlos und kann via Beverin Lücke erfolgen. So habe ich dann doch noch eine kleine Rundtour und der Weg ist nicht allzu gleich. Unterwegs gibt es immer wieder gute Gelegenheiten für Pause und Alpromantik.

Alles in allem eine traumhafte und einfache Tour! Nachwandern sehr empfehlenswert.

Dieser Berg und seine Wanderwege sind der Archetyp der Bündner Bergwanderungen. Da ist einfach alles mit dabei, vor allem viel Alpinvergnügen. Es braucht jedoch, geht man ab Mathon, ein wenig Kondition.

Weit sieht man in die Bergwelt hinein
Unterwegs bietet sich immer wieder Alpromantik pur. Ich geniesse hier eine kurze Pause
Adieu Piz Beverin. Ein letzter Rückblick auf den Berg und den Wandertag