Abflug an der Rigidalstockwand

Langer Zustieg und leichter Einstieg

Nach dem Brunistöckli geht es für viele weiter zum Rigidalstock. Seit einigen Jahren hat es dort zwei Steige und der Klettersteig Rigidalstockwand darf nur im Aufstieg begangen werden. Er ist mit K3-K4 ein mittelschwerer Steig, jedoch nicht für Anfänger gedacht. Es braucht schon etwas Geschick und dann und wann einiges an Kraft.

Der Zustieg zieht sich, es geht über Geröll und Schrofen. Am Einstieg ist viel Platz und den braucht es auch, denn es hat Leute. Einsam bist Du an diesem Berg sicher so gut wie nie. Zunächst beginnt der Steig mild, doch schnell zieht die Schwierigkeit an und eine erste C Stelle fordert in senkrechtem Gelände etwas Kraft.

Der Rigidalstock im Zustieg
Beginn des Steigs
Im einfacheren, unteren Teil, links das Seil

Steil und etwas überhängig

Diverse Plattenzonen sind mit ordentlich Drahtbügeln versehen, doch teils sind diese nicht mehr ganz fest im Fels. Sie entschärfen diese senkrechten Bereiche stark, dennoch gehen wir hier teilweise mit Zug am Seil vorwärts. Überholen ist meist sehr schwierig, was bei der Menge der Leute zu Stau führt. Rücksicht ist hier gefordert!

In etwa mittig des Steigs folgt die schwierigste Stelle, ein leichter Überhang, der sich zudem noch um den Fels windet. Er ist bestens versichert und bietet genug Tritte und Griffe. Genug Luft unterm Hintern ist garantiert und es macht richtig eine Freude. Es gibt genug Rastmöglichkeiten am Steig, sodass die Kraft bei Bedarf regeneriert werden kann.

Klammern helfen aus, wo Halt fehlt
Es ist stellenweise senkrecht und fordernd
Die schwierigste Stelle im Steig, der leichte Überhang (C/D)

Pause am Bänkli

Nach dem Überhang geht es steil weiter und die Schwierigkeit bleibt konstant auf C – Level. Hier heisst es durchziehen und allenfalls etwas beissen, je nach eigener Fitness. Zur Belohnung wartet dann das Bänkli, wo wir rasten. Kurz, denn die nächsten Steiggeher wollen ebenfalls ein Foto und etwas Erholung. 

Während der ganzen Kletterei bietet sich uns das gesamte Panorama von Engelberg, immer im Fokus der Titlis. Doch das übrige Panorama ist ebenfalls grandios und Du kannst an guten Tagen sehr weit blicken, bis in die Ebene.

Etwas leichteres Gelände und viele Menschen
Am Bänkli, gut zum rasten und geniessen
Während des gesamten Steiges gibt es Panorama satt

Durchs Adlerauge auf den Gipfel

Vom Bänkli geht es ziemlich direkt zum so genannten Adleraugeloch, einer Karsthöhle. Sie dient als Schutzraum, doch ich würde dringend empfehlen sie nicht in Anspruch nehmen zu wollen. Der Klettersteig führt durch den Anfang dieser Höhle in interessanter Linienführung.

Danach ist es so gut wie geschafft und wir erreuchen das Plateau wo sich die beiden Rigidalstock-Klettersteuge treffen. Im Abstieg werden wir den Rigidalstockgrat gehen, doch jetzt geht es erst einmal auf den Gipfel.

Das Adleraugeloch, eine Karsthöhle wird durchstiegen
Auf dem Plateau, kurz vorm Gipfel
Die letzten Steigmeter bis zum Gipfel des Rigidalstock

Grosse Berge und bunte Schirme

Auf dem Gipfel gibt es die verdiente Pause. Viel Platz ist hier nicht, doch es spielt keine Rolle wo Du sitzt. Panorama hat es ist alle Richtungen. So schweift der Blick natürlich auch wieder zum Titlis. Doch hier ist noch lange nicht Schluss, denn auch Chli- und Gross Spannort sind bestens präsent.

Und dann wird der Himmel bunt. Mittlerweile sind die ersten Gleitschirmflieger von der Brunnihütte bis zum Gipfel aufgestiegen. Thermik hat es heute wohl gut. Und so lege ich eine Fotosession ein, wo mir einige richtig gute Bilder gelingen. Sehr zur Freude des Tandempiloten…doch das ist eine andere Geschichte.

Bestes Panorama, hier der Titlis
Vorne der Hahnen, dahinter Chli- und Gross Spannort
Es hat Gleitschirmflieger und ich lege eine Fotosession ein, sehr zu seiner Freude