Stelldichein am Stelli

Aufstieg zum Grat des Ragolerbergs

Ich starte gegen 8:30 Uhr auf dem grossen Parkstreifen beim Skilift Tristeli, der nicht in Betrieb ist. Gefühlt bin ich noch der Einzige, der hier auf Tour geht. Das wird sich noch ändern, denn St. Magarethenberg ist beliebt. 

Ich kann direkt in einer Spur starten, die von anderen Schneeschuhtourlern angelegt wurde. Es geht gleich stramm bergan, hinauf zum Ragolerberg. Dort möchte ich dann über den Grat weiter zur Alphütte Maton und dann auf den Chimmispitz. Auf dem Grat angekommen eröffnet sich sofort ein grandioser Blick in alle Richtungen.

Guten Morgen St. Magarethenberg
Es ist bereits gut gespurt
Blick bis Piz Fess, links Calanda

Vom Chimmispitz zum Zweierspitz

Der Grat geht sich leicht, da er nur sanft ansteigt. Zudem ist alles gut gespurt und prinzipiell bräuchte es hier nicht einmal Schneeschuhe. Noch bin ich alleine unterwegs und geniesse die Stille. Der Winterwald in seinem weissen Kleid hat eine magische Wirkung auf mich. Alles wird ruhig, die Welt ausserhalb und die Welt in mir.

An der Alp Maton angekommen mache ich einen kurzen Abstecher auf den Chimmispitz. Zurück an der alp steige ich nach Bärfallen ab, um mich auf den Weg Richtung Zweierspitz zu machen. Trotz der Sonne wird es im schattigen Wald teilweise schon recht frisch, es ist kalt mit bis zu -8 Grad, aber nicht unangenehm.

Blick über die Region Landquart
Stelli in Sichtweide, dahinter Calanda
Die Magie eines Winterwaldes

Auf dem Zweierspitz

Zum Zweierspitz geht es noch einmal kräftig bergan und hier und da verliert sich die Spur. Ein wenig selbst spuren ist angesagt. Zum ersten Mal auf der Tour begegnen mir andere Tourengänger, diese auf Ski. Ab hier bin ich definitiv im Skitourengebiet angekommen, wie auch an den vielen Abfahrten zu erkennen ist.

Auf dem Zweierspitz blicke ich durch das gesamte Taminatal, von Vättis bis Valens und natürlich auch zur bekannten Taminabrücke. Auch den Malpraggsee erblicke ich am Rand. Ringsum umgeben von einem Bergpanorama, das seinesgleichen sucht. Und dann schaue ich noch schnell in die Richtung meines Tagesziels und freue mich schon auf dieses Winterwunderland.

Taminatal bis weit ins Rheintal
Blick vom Zweierspitz
Blick Richtung Tagesziel Stelli auf 2051m

Tagesziel erreicht, Stelli

Vom Zweierspitz peile ich Richtung Alp Salaz und steige den Spuren entlang ab. Ab hier treffe ich auf Schneesportler aller Art, Zweibeinige,  Vierbeinige und solche mit Kufen an den Füssen. Es ist ein Prachtstag, an dem im Hause zu bleiben gar Sünde wäre. Die Natur ruft und wir kommen. Beflügelt von der Schönheit dieses Winters erreiche ich recht schnell die Alp Salaz.

Nun beginnt der letzte Aufstieg der Tour zum Stelli. Oben dann eine geniale Sicht in alle Richtungen, weit in das Rheintal, tief ins Bündnerland und natürlich auf den alles überragenden Calanda.

Den Rückweg wähle ich durch den Chimmiwald und dann via Fürgglichopf zum Jägeri. Hier ist leider schon alles sehr ausgetreten und platt. Teils hat es auch wenig Schnee. Der Langlaufloipe ausweichend geht es dann durch die verschneiten Wiesen zurück zum Ausgangspunkt.

Beste Fernsicht heute
Blick ins Prättigau mit Schesaplana
Gigerwaldsee, im Hintergrund Piz Segnas und Piz Sardona