Rund um den Salzläckiwald

Einmal unter dem Radar hindurch

Schnee ist überall, auch hier

Was tun, wenn der Wetterbericht vom Regen spricht, vom Föhn und all den undankbaren Kapriolen des aprilschen Wetterzinnobers. Ich muss raus, ich brauche meinen Auslauf (sagt meine Freundin zumindest immer). Nach meinem Experiment am Federispitz wollte ich dieses Wochenende sicher gehen, nicht wieder bis zur Hüfte den Schneeräumdienst zu geben.

Somit fiel der Entscheid auf eine Wägitaler Runde in niedriger Flughöhe, zumal ich dort noch einige Gipfel zu sammeln hatte.

Ich starte bei Regen, hurra

Ganz schön schlammig

Regen, Regen, Regen

Der April in seiner Schaffenspracht

Mir war durchaus bewusst, dass der Regen durchdringend werden könnte. Aber es kam ganz anders. Nach nur einer Stunde auf meiner Wanderung entschied sich der Regen für eine Reise in andere Gefilde. So bekam der Föhn die Oberhand und sorgte letzthin für sensationelles Wanderwetter. Wenn da, ja, wenn da nicht der Altschnee gewesen wäre.

Denn der lag auch auf 1500 Metern noch satt und ich schob wieder einmal durch den Flotsch, bis zur Hüfte. Herrje, vor dem Regen war ich geschützt, doch der gefrorene Regen von unten – Schnee genannt – feuchtete mir gar kräftig das Gebein.

Langsam klart es auf

Ja, das ist blau am Himmel

Wohoho, was für eine Stimmung

Feine, klare Sicht

Abgesehen von den Restschneemassen lief die Wanderung gut von der Hand…ähm…dem Fuss. Die Sonne forderte dann tatsächlich noch ein wenig UV Schutz ein. Ich zürnte ihr nicht, war ich ihres Dasein doch noch so dankbar.

Meine Wanderung war nur begleitet von ein paar Tieren, die dann und wann durchs Gebüsch sprangen. Menschen sind mir, ausser den Anglerhorden am Wägitaler See, keine begegnet. Eine Wanderung, alleine nur im Zwiegespräch zwischen Berg und mir.

Fluebrig noch immer im Winterkleid

Zindlenspitz, markant – prägnant

Aufstieg zum Chli Mutzenstein

Auf dem Gipfel mit bester Sicht

Nach einer gemütlichen Rast auf dem Chli Mutzenstein ruft mich das Tal zurück in seinen sanften Schoss. Behende eile ich den Hang herab, verweile alsweil die Aussicht geniessend am Wegesrande und erreiche final erneut das Wägital. Glücklich ob meines Entscheides heute doch wandern zu gehen endet meine Tour am Parkplatz der Staumauer.

Und ewig lockt das Wägital mit seinen Reizen

Der Blick schweift zum Innerthal

Fazit

Im Sommer ist das sicher eine sehr gemütliche Runde, die noch um die beiden Aubrig-Brüder erweitert werden kann. Im Winter eine super Schneeschuhrunde. In der Zwischensaison ein genialer Lückenfüller. Ja, was soll ich da als Fazit sagen? Nicht zögern, wandern!

Strecke 19 km | Höhenmeter 1250 | Höchster Punkt 1529 Höhenmeter | Schwierigkeit T1 – T4 (SAC – Skala)

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